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Jeeno Thitikul vor der LOTTE Championship: Schlechtes Gewissen in der Pause, Kraft aus Österreich

Vor dem Start der LOTTE Championship auf Hawaii hat Jeeno Thitikul auf fünf Jahre auf der Tour zurückgeblickt. Sie sprach offen darüber, wie schwer es ihr fällt, nicht zu trainieren. Außerdem erzählte sie von einer Reise nach Österreich.

Bei der Pressekonferenz am 30. September im Hoakalei Country Club in Ewa Beach auf Oahu hat Jeeno Thitikul zuerst zurückgeschaut. Die LOTTE Championship presented by Hoakalei war erst ihr zweiter Start auf diesem Platz. Ihr erster Auftritt dort war 2022. Der Platz sei immer in einem hervorragenden Zustand.

Die Rückkehr nach Hawaii erinnerte sie an ihre Anfänge, an die „Baby-Jeeno", wie sie sich selbst nannte. „Das ist mein fünftes Jahr auf der Tour. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell ich durch meine Karriere gegangen bin", sagte Thitikul.

Starke Form, aber „nie perfekt"

Nach Hawaii war Thitikul mit fünf Top-10-Ergebnissen aus ihren letzten fünf Starts gekommen. Sie selbst hielt ihr Spiel für besser als zu Saisonbeginn. „Im Golf gibt es immer Raum für Verbesserung. Keine einzige Sekunde im Golf ist jemals perfekt."

Ein Monat Pause und ein schlechtes Gewissen

Vor dem Turnier hatte die Thailänderin nach dem Event in Boston einen Monat pausiert. In den ersten Wochen habe sie bewusst keine Bälle geschlagen und auf eine gute Work-Life-Balance geachtet. Erst in den letzten zwei Wochen vor Hawaii habe sie wieder an ihrem Spiel gearbeitet.

„Wenn man Athletin ist und süchtig nach Golf, dann fühle ich mich schon nach einer freien Woche schuldig und schlecht, weil ich nicht trainiere", sagte Thitikul. „Man braucht manchmal eine Pause, mental und körperlich."

Dabei half ihr eine Reise nach Österreich. Mitgefahren waren ihr Coach, dessen Frau und Freunde von ihr. „Wir hatten sehr viel Spaß", erzählte die Thailänderin. Die Pause habe ihr geholfen, wieder aufzutanken und nicht zu viel an Golf zu denken.

Regen, Wind und „The show must go on"

Bei der Pressekonferenz waren ihre Haare nach eigenen Worten noch nass von der Morgenrunde. Für das Wochenende rechnete sie mit unfreundlichem Wetter. Entscheidend sei vor allem der Wind, der sehr stark auffrischen könne. Möglich sei, dass es gar nicht regnet, aber auch starker Regen zusammen mit starkem Wind.

„Wenn es für alle schwierig ist, dann ist es fair. Es ist auch für mich schwierig. Alle spielen unter demselben Wetter, und so ist Golf eben", sagte Thitikul. „The show must go on."

Vorfreude auf WTGL

Thitikul nannte das Format eine unterhaltsame und einzigartige Wettkampfplattform. Es sei eine große Chance für die Frauen, in dieselbe Arena zu kommen wie vorher schon die Männer. Für die Fans sei es eine ganz andere Art, Golf zu sehen, als eine normale 18-Loch-Runde.

„Die Fans können sich hinsetzen, sich ein Bier holen und uns zuschauen wie bei Basketball- oder Football-Spielen", sagte Thitikul. Das Format erlaube mehr Kreativität und aggressiveres Spiel. Außerdem könne dort die Persönlichkeit der Spielerinnen leichter zum Vorschein kommen.

Auch mit ihrem Team war sie zufrieden. Dazu gehören ihre beste Freundin Ronni, Lexi, die sie einen Publikumsliebling in den USA nannte, und Brooke. Thitikul sprach von einer „wirklich guten Kombination".

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