Wenige Wochen vor dem Release am 6. Oktober hat Secret Mode auf der Gamescom 2026 eine spielbare Demo von Star Wars Galactic Racer präsentiert und dem Publikum erstmals selbst das Steuer in die Hand gegeben. Nach der Ankündigung bei den Game Awards 2025 war das für viele Fans die erste Gelegenheit, die vierte Auflage der Star Wars Rennspielreihe nach Episode I Racer, Super Bombad Racing und Racer Revenge tatsächlich am Controller zu erleben. Ich habe es mir angeschaut, um zu sehen, wie sich das Projekt des von ehemaligen Criterion Games Veteranen gegründeten Studios anfühlt.
Zeitreise
Star Wars Galactic Racer ist ein Arcade Racer mit Adventure Elementen, angesiedelt in der Ära der neuen Republik. Im Zentrum steht Shade, ein Pilot, der sich in den inoffiziellen Rennen der Galactic League beweisen will und sich dabei mit seinem Rivalen Kestar Bool anlegt. Neben dem Story Modus gibt es einen Multiplayer für bis zu zwölf Spieler, in dem eigene Fahrzeugbuilds gegeneinander antreten. Entwickelt wird das Spiel von Fuse Games in Zusammenarbeit mit Lucasfilm Games, veröffentlicht von Secret Mode, auf Basis der Unreal Engine 5.
Zu Beginn der Anspielsession durfte ich mich zwischen vier verschiedenen Gefährten entscheiden. Meine Wahl fiel klar auf den Podracer, schon allein wegen seiner ikonischen Rolle in der Reihe. Etwas eigenwillig war der Ablauf danach, denn erst nach der Fahrzeugwahl folgte ein kurzes Tutorial mit allen vier Optionen, was auf den ersten Blick verwirrend wirkt. Überraschend war zudem, dass sich die vier Fahrzeuge im direkten Vergleich alle sehr ähnlich steuerten, obwohl die Präsentation großen Wert auf ihre Unterschiede legt.
Volle Action
Mit dem Podracer stand mir zusätzlich eine offensive Fähigkeit zur Verfügung, ein seitlicher Flammenwerfer, mit dem sich gegnerische Fahrzeuge während des Rennens sabotieren lassen. Die grundsätzliche Fahrphysik erinnert an klassische Arcade Racer, schnell, griffig und mit deutlichem Fokus auf spektakuläre Streckenführung statt auf simulationsnahes Fahrverhalten. Genau das passt zur Handschrift des Studios, dessen Team einst maßgeblich an den Burnout Titeln beteiligt war.
Neben dem reinen Rennen legt Fuse Games sichtbaren Wert auf die erzählerische Einbettung. Bereits das erste Rennen der Demo wurde von Zwischensequenzen umrahmt, die Charaktere und Rivalitäten einführen, inklusive individueller Anpassung des eigenen Fahrers im Vorfeld. Dieser story-lastige Ansatz unterscheidet das Spiel spürbar von reinen Arcade Racern und weckt Neugier darauf, wie stark diese Inszenierung über die gesamte Kampagne hinweg getragen wird.
Perfektes Feeling?
Schauplatz einiger gezeigter Strecken ist unter anderem der Wüstenplanet Jakku, wo ein abgestürzter Sternenzerstörer und die Überreste eines AT-AT im sogenannten Graveyard of Giants zu einer inoffiziellen Rennstrecke umfunktioniert wurden, ein Ort, den Fans aus Das Erwachen der Macht kennen. Auch neue Schauplätze wie die Skakoan Horchstation Sentinel One mit ihren giftigen Säureflüssen wurden bereits angekündigt und sollen für visuelle Abwechslung sorgen.
Aus der kurzen Anspielzeit heraus wirkte die auf der Messe gezeigte Fassung bereits sehr poliert und nah am fertigen Produkt. Die grundlegende Formel bleibt dabei vergleichsweise geradlinig, ein solides Arcade Rennspiel mit Star Wars Lackierung, ohne bislang die ganz großen Überraschungen zu zeigen, die man sich angesichts des Settings vielleicht erhofft hätte, etwa dynamische Umweltgefahren wie schießende Tusken Räuber am Streckenrand. Ob die Vollversion hier noch nachlegt, bleibt abzuwarten.
Star Wars Galactic Racer präsentiert sich auf der Gamescom 2026 als sehr spaßiges, gut poliertes Arcade Rennspiel mit spürbarer Star Wars Atmosphäre und einem ungewöhnlich starken Fokus auf Story und Charaktere für das Genre. Wer auf der Suche nach einem actionreichen Fahrgefühl im Stile alter Podracing Klassiker ist, dürfte hier fündig werden, auch wenn der spielerische Kern in der angespielten Fassung noch etwas vorsichtig wirkt. Am 6. Oktober erscheint das Spiel für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC, dann zeigt sich, ob die volle Kampagne die aufgebaute Erwartungshaltung einlösen kann.
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