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1860-Lauf geht weiter – Schiri räumt Fehlentscheidung ein

Der Lauf geht weiter! Im dichten Nebel von München behielten die Löwen die Oberhand und feierten gegen Erzgebirge Aue den vierten Sieg in Folge. Die Aufstiegsplätze rücken immer näher – doch davon wollen die Beteiligten noch nichts wissen. Indes räumte Schiedsrichter Tom Bauer eine Fehlentscheidung ein.

"Tabelle ist uninteressant"

Neun Punkte betrug der Rückstand auf die Aufstiegsplätze nach der 1:2-Niederlage gegen Stuttgart II Anfang Februar. Vorbei der Traum von der Zweitligarückkehr? Vier Siege später scheint ein möglicher Aufstieg wieder im Bereich des Möglichen zu liegen: Dank des hart erkämpften Heimsiegs gegen Aue trennen die Münchner nur noch zwei Zähler vom Relegationsplatz, wenngleich der MSV Duisburg am Mittwoch wieder auf fünf Punkte davonziehen kann. Doch damit wollten sich die Protagonisten der Löwen gar nicht beschäftigen: "Wir werfen kein Auge auf die Tabelle, die ist uninteressant", betonte Raphael Schifferl im Interview mit "MagentaSport".

Viel wichtiger sei, "diesen geilen Lauf so lange aufrechtzuerhalten, wie möglich", so der österreichische Abwehrspieler. Auch sein Trainer parierte die Aufstiegsfrage gekonnt: "Es gibt Mannschaften mit besseren Voraussetzungen, die haben mehr Punkten als wir. Und von daher müssen wir jetzt überproportional gut sein", so Markus Kauczinski. Es hänge mit den Leistungen zusammen, so der Löwen-Coach weiter. Und die waren zuletzt trotz der Siegesserie nicht über alle Zweifel erhaben.

"Geil, wie wir das zurzeit alles überstehen"

Auch gegen Aue profitierten die Löwen vom Spielglück – so war beispielsweise dem 2:1 durch Sigurd Haugen ein grober Schnitzer von Aue-Keeper Männel vorausgegangen. Und auch in der Schlussphase hatten die Sechzger Glück, dass sich die Gäste nicht mehr für ihre Drangphase belohnten. "Natürlich hat man das Quäntchen auf seiner Seite, aber wir haben das auch einfach konsequent verteidigt. Mit ganz viel Energie, Herz und Liegenschaft. Das ist kein Glück", stellte Kauczinski nach dem Spiel klar.

Auch Schifferl zeigte sich ob der erfolgreich geschlagenen Abwehrschlacht begeistert: "Geil, wie wir das zurzeit alles überstehen. Es ist immer irgendein Fuß da. Da muss ich echt mal ein Pauschallob an alle aussprechen." Bis zur 15-minütigen Nebel-Pause Anfang der zweiten Halbzeit seien die Löwen auch offensiv gut im Spiel gewesen, betonte Schifferl zudem.

Schiri Bauer: "Hätte Elfmeter geben müssen"

Zur ganzen Wahrheit gehört zudem, dass 1860 in der ersten Halbzeit ein Elfmeter verwehrt wurde, als ein Schuss von Siemen Voet vom gestreckten Arm von Marvin Stefaniak an die Latte abgefälscht wurde. Schiedsrichter Tom Bauer räumte diese Fehlentscheidung nach dem Spiel auch offen ein: "Der Ball wird mit dem Arm abgefälscht, und der ist abgespreizt. Das ist ein strafbares Handspiel, das dementsprechend einen Strafstoß zur Folge haben muss. Ich habe leider den Kontakt nicht wahrgenommen, sodass ich nicht auf Strafstoß entscheiden konnte. Es ärgert mich mit am meisten, da falsch zu liegen." Dass kein Löwen-Spieler protestierte, habe ihn "ein bisschen verwundert". Kauczinski nahm Bauer aber in Schutz: "Das war schwer zu sehen, da bräuchten wir eigentlich einen Videoschiedsrichter."

Weiter geht es für die Löwen nun schon am kommenden Freitag mit einer Auswärtspartie bei Viktoria Köln. "Freitagabendspiele sind immer geil", freute sich Schifferl. Und sein Trainer versprach, dass die Löwen auch in Köln versuchen werden, "wieder heiß reinzugehen". Gelingt es den Münchnern dann einmal mehr, das Spielglück auf ihre Seite zu ziehen, winkt der fünfte Sieg in Folge für den TSV, der dann noch weiter oben ranrücken könnte.

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